Symptome

Die Anamnese führt meist schon in die richtige Richtung: Die Betroffenen erleben die Schwindelattacken häufig in der Nacht beim Umlagern im Bett oder nach schnellem Aufstehen oder Hinlegen mit Kopfbewegungen. Sie berichten sehr bildhaft über einen ausgeprägten, „bedrohlichen“ Drehschwindel mit an- und abschwellendem Charakter, der nicht länger als eine Minute anhält.

Drehschwindel

Vor allem aus dem Grund, dass sich die Patienten die Herkunft des Schwindels meistens nicht erklären können, dominiert Angst, auch vor der Wiederkehr der Schwindelsymptomatik.

Durch diese Angst sich zu bewegen entstehen dann auch Schonhaltungen. Betroffene fürchten sich davor aufzustehen, den Kopf zu drehen oder sich hinzulegen. Manche schlafen sogar im Sitzen.

Allein die Anamnese ist in den meisten Fällen schon so typisch, dass es keiner weiteren Diagnostik bedürfte.

Die Betroffene suchen Rat und Hilfe, werden in vielen Fällen jedoch enttäuscht. Tatsächlich gibt es immer wieder Fälle von komplett durchdiagnostizierten Patienten mit langem Klinikaufenthalt, ohne dass die Ursache gefunden oder sogar behandelt wurde.

Diese Menschen waren stationär im Krankenhaus und wurden mit all möglichen Untersuchungen konfrontiert. Da ist kein CT und keine Kernspintomographie zu teuer, Doppler und Ultraschall oder sogar Herzkatheter wurden gemacht, aber die Ursache wurde nicht gefunden. Gut dass es aber Experten gibt, die innerhalb von MINUTEN die richtige Diagnose stellen können und eine adäquate Therapie einleiten können.

Verschiedene Formen des Lagerungsschwindels

Es werden mehrere Formen des Lagerungsschwindels unterschieden, je nachdem welcher Bogengang und welche Seite betroffen ist.

Am weitaus häufigsten ist die isolierte Beteiligung des hinteren Bogengangs. Neben einseitigen können aber auch kombinierte und beiderseitige Formen vorkommen. Diese sind äußerst selten und auch für den Experten bereitet diese Diagnostik oft Schwierigkeiten. Man sollte jedoch daran denken!

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